Willkommen beim Lichtenegger Bund
Der Vorverkauf für den „Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“ auf Burg Lichteneck ist beendet. Waren im letzten Jahr innerhalb von vier Tagen die Tickets vergriffen, dauerte es diesmal nur zwei Tage. Dem Lichtenegger Theaterbund und Regisseur Johannes Reitmeier ist es wieder einmal gelungen, auf der Burgruine Lichteneck einen Dauerbrenner zu zünden. „Wir sind überwältigt von der Kartennachfrage“, staunt Walter Kolbeck, „da kann man sich nur für die Treue der Zuschauer zum Lichtenegger Bund bedanken. Es tut mir leid, dass wir nicht alle Kartenwünsche befriedigen konnten“, bittet Kolbeck um Verständnis: „Aber es gibt ein nächstes Mal und bedanken uns für Ihre Treue zum Lichtenegger Bund.“
Ab 7. Dezember sind Anfragen, sich auf eine Karten-Warteliste setzen zu lassen, nur noch per Mail (info@libu.de) möglich.
Peter Lang führten seine Mal-Aufenthalte nach Patagonien, Island und im vergangenen Jahr auf die knapp in 1900 Meter Höhe gelegene Hass-Alm bei Hinterstoda in Oberösterreich.
Peter Lang, der renommierte Künstler, der in Gleißenberg wohnt, wird Schirmherr des Brandner Kasper 2018. „Ja, es ist mir eine große Ehre, dass mir Walter Kolbeck dieses Ehrenamt zutraut“, sagt Lang. „Wir waren uns von Anfang an sympathisch“, sagt Kolbeck, der Vorsitzender des Lichtenegger Bundes. Nach einem Besuch im Wohnhaus und Atelier von Peter Lang war die Übernahme der Schirmherrnschaft nur noch Formsache: darstellende und bildende Kunst gesellt sich gern. Am 16. März wird der LiBu dem Künstler das Amt antragen.

Der gebürtige Oberbayer Lang kennt den Lichtenegger Bund schon seit Jahren: „Als ich in die Oberpfalz kam, hatte ich natürlich mit den üblichen Vorurteilen gerechnet. Von wegen, kulturell sei nichts los. Aber als ich von einem Theaterverein in Rimbach hörte, der 2001 die "schwoarze Spinn" auf die Bühne bringen wollte, wurde ich neugierig. Diese Novelle von Gotthelf hatte es mir seit meiner Jugend angetan.“ Seit dieser Aufführung ist Peter Lang ein Fan des Rimbacher Theatervereins und er besuchte auch schon etliche Vorstellungen auf Burg Lichteneck.

Aber überrascht war der 52-Jährigen dann doch, als ein paar Mitglieder des Vereins vor der Tür seines Wohnhauses in Gleißenberg standen und ihn anschließend fragten, ob er sich vorstellen könnte, Schirmherr 2018 zu werden: "Klar, ich mache das gerne!" Die Besucher aus Rimbach bekamen eine Führung durch das prämierte Wohnhaus und das Atelier von Peter Lang. Die beiden Gebäude wurden vom renommieren Architekten Florian Nagler, einem Schulfreund von Peter Lang, geplant.

Professor Nagler, der von der Süddeutschen zu den Top Ten der Architekten und Designer gezählt wird, hat auch den mobilen Ateliercontainer konzipiert. PetersReiseContainer (pcr) nennt er ihn. Dieser Übersee-Container ist so umgebaut, dass er in ein Wohn-Atelier verwandelt werden und nahezu an jedem Ort aufgestellt werden kann: Lang führten seine Mal-Aufenthalte nach Patanogien, Island und im vergangenen Jahr auf die knapp in 1900 Meter Höhe gelegene Höss-Alm bei Hinterstoda in Oberösterreich. Den Naturgewalten des Gebirges ausgesetzt, arbeitete er bis zum Einbruch des Winters monatelang in der Naturlandschaft mit Blick auf die Bergkulisse des "Toten Gebirges". Entscheidend für die Wirkung der Bilder ist das Licht, welches er abhängig von der Gegend, den Witterungsverhältnissen und den Jahres- und Tageszeiten in seinen Werken einfängt.

Die Bilder sind in Hinterstoda und seit Kurzem auch in der Galerie Art Affair in Regensburg zu sehen. „Weitere Ausstellungen laufen zurzeit in der Galerie Fenna Wehlau in München und beim Niederrheinischer Kunstverein in Wesel“, erzählt Lang. Der Gleißenberger, der nach dem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München freischaffend tätig ist, hat eine eigene Maltechnik entwickelt. Zuerst wird die farbliche Grundstimmung des Bildes angelegt. Während die Farben noch feucht sind, spannt Lang eine Schlagschnur, wie man sie aus dem Malerhandwerk kennt, vor die Leinwand. Das Kästchen der Schnur ist mit Farbstoffen gefüllt, die beim „Schnalzen“ der Schnur auf der Leinwand übertragen werden. Dieser Vorgang wird im Abstand von wenigen Zentimetern wiederholt. Die Rimbacher Theaterleute hat das beeindruckt. Und die Schlagschnur kennen sie bisher nur von der Bühnenkonstruktion. Tja, man lernt nie aus.

Wolfgang Reimer

  • Brandnerpremiere
    Begeisterung nach dem Schlussapplaus des „Brandner Kaspars“.
  • Staatsministerbrunner
    Lob von Staatsminister Brunner: „Ihr habt mich tief beeindruckt!“
  • Staatsministerbrunner
    Regisseur Johannes Reitmeier freut sich nach der Premiere.
...Der diesjährige Schirmherr, Staatsminister Helmut Brunner, würdigte nach der Premiere des Brandner Kaspars: „Ihr habt mich tief beeindruckt, das war eine fernsehreife Theateraufführung, ein Ohren- und Augenschmaus, wie man ihn sich nicht vorstellen kann.“ Die Geschichte bringt alle Zutaten mit, die schmackhafte Theaterkost braucht. Auch im zweiten Aufführungsjahr ist der „Brandner Kaspar“ des LiBu unter der Regie von Johannes Reitmeier ein himmlisches Vergnügen für die Spieler und das Publikum. Amüsiert haben sich nicht nur diejenigen, die zum ersten Mal dieses Stück in Rimbach gesehen haben. Auch die vielen „Wiederholungstäter“ unter den Gästen hatten, so wie Staatsminister Helmut Brunner, trotz der für einen Juliabend sehr kühlen Temperaturen einen kurzweiligen, unterhaltsamen Abend...

Doris Zitzelsberger

Libu in München
Ein Mann, ein Wort: Der Schirmherr des Lichtenegger Bundes des Jahres 2017, Staatsminister Helmut Brunner, hielt sein Versprechen: Bei der Premiere zu „Der Brandner Kaspar und das ewig´ Leben“ hatte Brunner die Rimbacher Theaterspieler zu einer Bildungsfahrt zum Landtag und Oktoberfest eingeladen. Die Premiere des „Brandner Kaspar“ im Juli hatte den Minister vollauf begeistert, er schwärmte von einer „fernsehreifen Vorstellung“, den tollen schauspielerischen Darbietungen und dem spürbaren Zusammenhalt der Mitglieder auf einer ebenso wunderbaren Bühne. „Außerdem hat sich ein gutes persönliches Verhältnis zwischen uns entwickelt“, betonte Helmut Brunner zu Walter Kolbeck, dem Vorsitzenden des Lichtenegger Bundes.

Foto: Peter Spranger

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